Aussteigen? (Klima und Umweltschutz) mit Franziskus

Vortrag anlässlich COP 23
Die derzeit in Bonn (6. bis 17. November 2017) stattfindende COP 23 „soll Instrumente für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens gestalten“. Auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse soll dann in der UN-Klimakonferenz 2018 in Polen die „Regeln zum Transparenzrahmen“ verabschiedet werden. Diese Regeln dienen den Staaten als Orientierung bei der Umsetzung der nationalen Klimaschutzziele, welche alle Länder 2020 erstmals neu vorlegen müssen.
Jedoch einer der wichtigsten Partner, die USA, wollen aus dem Pariser Abkommen zum globalen Klimaschutz aussteigen. Dies gab Präsident Donald Trump am Donnerstag 1. Juni 2017 in einer Ansprache im Weißen Haus bekannt. Dazu drei Wortmeldungen, die zum Nachdenken anregen.
Der Geophysiker und Astronaut Dr. Alexander Gerst hat die Erde von oben betrachtet – und er hat Zweifel, ob Außerirdische das Leben auf der Erde als intelligent einstufen würden. Zumal wenn sie das sehen, was er gesehen hat. „Außerirdische würden aus dem All sehen, wie wir das Amazonasgebiet roden, uns bekriegen und die Meere überfischen und verpesten. Würden die uns als intelligentes Leben einstufen? Ich bin mir da nicht so sicher“, sagte Gerst. Der Raumfahrer berichtete in Düsseldorf darüber, wie seine 166 Tage im All seine Perspektive verändert haben. Er habe vom All aus die kriegerischen Konflikte im Nahen Osten gesehen: „Als wir kapiert haben, was wir da sehen, sind wir ziemlich traurig geworden. Im kommenden Jahr soll er als Kommandant auf die internationale Raumstation ISS ins All zurückkehren.1
Der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, warnte angesichts des Hurrikans „Irma“, der die Karibik zerstörerisch Überzog, vor zukünftigen verheerenden Folgen auch für Europa. „Das Jahr 2017 zeigt uns auf bitterste Weise, warum die Wissenschaft seit Jahrzehnten vor dem Klima-Chaos warnt: Die Elemente Feuer, Wasser und Luft wenden sich nun gegen uns, weil wir den Planeten aus dem Gleichgewicht bringen“, erklärte er in Potsdam.2
Aus ganz anderer Perspektive schreibt im 13. Jahrhundert der Franziskaner Bonaventura: „Wer also durch so vielen Glanz in den Geschöpfen nicht erleuchtet wird, ist blind. Wer durch so vieles Rufen nicht aufwacht, ist taub. Wer nach all diesen Werken Gott nicht lobt, ist stumm. Wer nach so vielen Zeichen den Uranfang nicht bemerkt, ist dumm. Öffne also die Augen, spitze die Ohren des Geistes, löse deine Lippen und mache dein Herz bereit, damit du in allen Geschöpfen deinen Gott siehst, ihn hörst, lobst, liebst und anbetest, ihn preist und ehrst, damit sich nicht etwa der ganze Erdkreis gegen dich erhebt. Denn aus diesem Grunde wird der ganze Erdkreis gegen die Unverständigen ankämpfen. Den Verständigen dagegen wird dieses der Stoff zum Lob sein. Sie können mit dem Propheten rufen: Du hast mich, Herr, durch deine Taten froh gemacht, ich will jubeln über die Werke deiner Hände. Wie herrlich sind deine Werke, Herr! Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, die Erde ist erfüllt von deinem Eigentum.“3
Die COP 23 bringt das durch den Ausstieg der USA noch drängendere Problem des Klima- und Umweltschutzes wieder einmal für einige Tage in die Schlagzeilen. Trotz des in Deutschland vorhandenen Umweltbewusstseins ist es dennoch ein Problem das Thema Klimawandel und Klimaschutz dauerhaft in die Politik und Gesellschaft einzubringen. Selbst in kirchlichen Kreisen kommt diesem Thema meist nur eine Randexistenz zu. Daran haben auch die Enzykliken von Papst Franziskus wenig geändert.4 Es gibt eine Diskrepanz zwischen dem Wissen um die Problematik und der Bereitschaft zu entschiedenem Handeln. Ein Nachhaltiger Fortschritt der notwendigen Handlungsbereitschaft bedarf allerdings nicht nur der technischen Information, sondern ruft auch nach der Orientierung an Werten, die zum Handeln anspornen. Werte, die nicht nur von einzelnen akzeptiert werden, sondern die mit anderen Gleichgesinnten geteilt werden und die das gemeinsame Handeln inspirieren. Die Umweltprobleme haben auch eine ethische und spirituelle Wurzel. Daher ist die Lösung nicht nur in der Technik zu suchen und zu finden. Es bedarf einer grundlegenden Veränderung des Menschen, sonst würden nur die Symptome bekämpft aber nicht die Ursachen, die im Menschen selbst liegen. Um den Menschen zu Verändern bedarf es einiger beispielhafter Werte.5 Solche Werte werden sowohl durch Formen eines alternativen Lebensstiles als auch durch Bildungsmodelle vermittelt. Für die Ökologie sind traditionell solche Werte mit der Gestalt des Franziskus, dem Patron der Umwelt, verbunden.6 Auch in ihm begegnen wir einem Aussteiger.Er verließ, wie er selbst sagte seine Welt, um das Leben mit den Schwachen, den Verletzten, den Randgruppen und mit allen Geschöpfen zu teilen.7 Auf Grund seiner Gotteserfahrung in der Begegnung mit Aussätzigen wird er zum Aussteiger aus der feudal-hierarchisch Welt mit ökonomischen Strukturen einer neuen polarisierenden Geldwirtschaft, ihren Machtkämpfe um Vorherrschaft, einer entstehenden städtischen Unterschicht, dem Ausschluss von Leprösen und einer Kirche der Kreuzzüge.
Sein alternativer Lebensstil und die Bildungsmodelle der auf ihn folgenden franziskanischen Tradition mögen heute zum Aussteigen aus Strukturen, Wirtschaftsmodellen und einem Umgang mit der Schöpfung, die nicht lebensfördernd sind, animieren und auf mögliche Modelle eines alternativen Umganges mit der Schöpfung hinweisen. Das Leben von Franziskus ist folglich auch ein Plädoyer für einen Ausstieg, bzw. eine Umkehr; allerdings mit umgekehrten Vorzeichen als die des Mr. Trump. Dabei dürfen wir die Beziehung des Franziskus zu Bruder Sonne und Schwester Mutter Erde nicht isoliert betrachten. Die Geschwisterlichkeit mit allen Geschöpfen ist für ihn, wie für die auf ihn folgende Tradition, in einen alternativen Lebensstil und in ein differenziertes Bildungsmodell integriert, die auch gesellschaftliche und ökonomische Bereiche mit einschließt. Der alternativer Lebensstil und ein entsprechendes Bildungsmodell stehen dabei in einem engen Zusammenhang.8 Auch wenn der Lebensstil nach dem Tode des Franziskus immer wieder Veränderungen und Reformen unterworfen war, so kann man doch einige bleibende Eckpunkte des alternativen Lebensstiles ausmachen: wie die Präsenz unter den Menschen, vor allem in Verbindung mit sozialen Brennpunkten und gesellschaftlichen Herausforderungen; die beharrliche Rückbesinnung auf die Einfachheit der Anfänge, die je neue Orientierung am Geist des Evangeliums; ein missionarisches und universales, inklusives Weltbild; die Achtung eines jeden einzelnen Geschöpfes in seinem Eigenwert und die Betrachtung der gesamten Schöpfung als Buch der Offenbarung Gottes. Zur Weitergabe dieser Lebensform wird Franziskus selbst gleichsam zum personifizierten Bildungsmodell erhoben, wie uns die vielen literarischen Texte und bildlichen Darstellungen der franziskanischen Tradition bezeugen. Wesentlicher Teil dieses personifizierten und tradierten Bildungsmodells ist die Schöpfungsbeziehung. Hier nur die Auswahl einiger Texte. In der erst neuerlich aufgefundenen kurzen Abfassung des Franziskuslebens von Celano findet sich folgende Schilderung:
Der Mann Gottes strömte über vom Geist der Liebe und hegte herzliches Erbarmen nicht nur gegenüber Menschen, sondern auch gegen stumme und wilde Tiere sowie gegen die übrigen Geschöpfe. Mit wieviel Zärtlichkeit liebte er doch die Schäflein und Lämmlein wegen der Anmut ihres einfältigen Wesens und der Ähnlichkeit mit dem Herrn Jesus, wie sie in den Heiligen Schriften gezeichnet wird! Oft befreite er sie aus den Händen derer, die sie töten wollten, bezahlte einen Preis, damit sie nicht geschlachtet werden, und gab sie dem Leben zurück. Keine Schwierigkeiten bereitete der Preis, denn was die Menschen für das Höchste halten, das erachtete er selbst als das Geringste.
65. Wer vermag die Wonne auszudrücken, die er empfand, wenn er in den Geschöpfen die Weisheit des Schöpfers und seine Macht und Güte betrachtete? Wundersame und unaussprechliche Freude erfüllte ihn, wenn er Sonne, Mond, Sterne und das Firmament anschaute. Predigte er doch Blumen, Wäldern, Bäumen und Steinen, als ob sie mit Vernunft begabt wären. Saatfelder und Weinberge, die Anmut der Fluren, das Rieseln der Quellen und das Aufblühen der Gärten, auch Erde und Feuer, Luft und Wind ermahnte er in lauterster Reinheit zur Liebe Gottes und forderte sie zu bereitwilligem Gehorsam auf. Endlich bezeichnete er alle Geschöpfe wegen des einen Ursprungs mit dem Brudernamen.9
In seiner zeitlich später abgefassten und bisher als zweite Vita bezeichneten Lebensbeschreibung erzählt Celano:
Obwohl er die Welt als den Verbannungsort unserer Pilgerschaft zu verlassen eilte, hatte dieser glückliche Wanderer doch seine Freude an den Dingen, die in der Welt sind, und nicht einmal wenig. Gegen die Fürsten der Finsternis gebrauchte er die Welt als Kampfplatz und Gott gegenüber als klaren Spiegel seiner Güte. In jedem Kunstwerk lobte er den Künstler; was er in der geschaffenen Welt fand, führte er zurück auf den Schöpfer. Er frohlockte in allen Werken der Hände des Herrn, und durch das, was sich seinem Auge an Lieblichem bot, schaute er hindurch auf den Leben spendenden Urgrund der Dinge. Er erkannte im Schönen den Schönsten selbst; alles Gute rief ihm zu: „Der uns erschaffen, ist der Beste!“ Auf den Spuren, die den Dingen eingeprägt sind, folgte er überall dem Geliebten nach und machte alles zu einer Leiter, um auf ihr zu seinem Thron zu gelangen. Mit unerhörter Hingebung und Liebe umfasste er alle Dinge, redete zu ihnen vom Herrn und forderte sie auf zu seinem Lobe. – Mit Leuchten, Fackeln und Kerzen ging er vorsichtig um, denn er wollte mit seiner Hand nicht ihren Glanz trüben, der ein Schimmer des ewigen Lichtes ist. – Über Felsen wandelte er ehrerbietig mit Rücksicht auf den, der Fels genannt wird. Wenn er den Psalmvers beten musste: Auf einen Felsen hast du mich erhoben, sagte er, um sich ehrfürchtiger auszudrücken: „Unter die Füße des ‚Felsens‘ hast du mich erhoben.“ Wenn die Brüder Bäume fällten, verbot er ihnen, den Baum ganz unten abzuhauen, damit er noch Hoffnung habe, wieder zu sprossen. Den Gärtner wies er an, die Raine um den Garten nicht umzugraben, damit zu ihrer Zeit das Grün der Kräuter und die Schönheit der Blumen den herrlichen Vater aller Dinge verkündigten. Im Garten ließ er noch ein Beet mit duftenden und blühenden Kräutern anlegen, damit sie die Beschauer anregten, der ewigen Himmelslust zu gedenken. Vom Wege las er die Würmchen auf, dass sie nicht mit den Füßen zertreten würden. Den Bienen ließ er, damit sie nicht vor Hunger in der Winterkälte umkämen, Honig und besten Wein hinstellen. Mit dem Namen „Bruder“ rief er alle Lebewesen, wenn er auch von allen Tieren die zahmen bevorzugt liebte. Wer könnte hinreichend alles aufzählen? Jene Urgüte, die einst alles in allem sein wird, verklärte ja diesem Heiligen schon auf Erden alles in allem. Daher bemühten sich alle Geschöpfe ihrerseits, dem Heiligen seine Liebe zu vergelten und sie ihm durch ihre Dankbarkeit gebührend zu erwidern. Kostete er, so lächelten sie; bat er, so nickten sie; befahl er, so gehorchten sie.10
In seiner theologischen Interpretation des Franziskuslebens deutet auch Bonaventura dessen Schöpfungsbeziehung: Eingedenk dessen, dass alle Geschöpfe ihren letzten Ursprung in Gott haben, war er von noch überschwänglicherer Zuneigung zu ihnen erfüllt. Auch die kleinsten Geschöpfe nannte er deshalb „Bruder“ und „Schwester“, wusste er doch, dass sie mit ihm den gleichen Ursprung hatten. Doch liebte er jene Geschöpfe mit besonderer Innigkeit und Zärtlichkeit, die durch ihre natürlichen Eigenschaften und durch die Aussage der Heiligen Schrift Christi Sanftmut bezeichnen. Wir müssen daher mit ehrfürchtiger Liebe die liebreiche Güte des Seligen betrachten, die mit so außergewöhnlicher Milde und Macht wilde Tiere zähmte, scheue zutraulich und zahme gelehrig machte, und die vernunftlosen Tiere, deren Natur seit der Erbsünde gegenüber dem Menschen widerspenstig ist, gehorsam werden ließ. Das ist jene Tugend der pietas/Ehrfurcht, die alle Geschöpfe miteinander versöhnt und zu allem nütze ist. Ihr ist das gegenwärtige und das zukünftige Leben verheißen.11
Zusammen mit dem berühmten Sonnengesang waren diese Texte nicht einfach nur blumige Erzählungen über den Ordensvater. Vielmehr sind diese Berichte Teil eines umfassenden Bildungsmodells, durch welches dem Hörer Werte für den franziskanischen Lebensstil vermittelt wurden.
Höhepunkt dieser Erzählungen ist der von Franziskus selbst verfasste Sonnengesang, der die Geschwisterlichkeit aller Geschöpfe besingt.12 Diese Geschwisterlichkeit der Geschöpfe basiert nicht auf dem Handeln des Menschen oder auf dessen Einsicht. Die Geschöpfe selbst erweisen sich durch ihr Dasein und die in ihnen verborgenen Kräfte als Geschwister des Menschen. Sie leuchten dem Menschen, sie geben Unterhalt, sie erweisen sich als nützlich, vermitteln ihre Weisheit, sie erhalten, lenken, bringen Früchte zum Essen, Blumen zur Erbauung und Kräuter zur Heilung hervor. Die Geschöpfe schenken sich als Geschwister dem Menschen, ohne sie ist er nicht lebensfähig. Nicht der Mensch macht sich zum Bruder, zur Schwester der Schöpfung. Die geschwisterliche Geste des Leuchtens, Ernährens und Heilens gehört zur Natur der Geschöpfe. Die einzige Antwort, die dieser Gabe entspricht, ist der Lobpreis und die Dankbarkeit. Franziskus verbindet im selben Lied diesen Lobpreis sofort mit der menschlichen Bereitschaft zur Vergebung, zur Geduld und zum Frieden. Der Mensch kann das geschwisterliche Dasein und Wirken der Geschöpfe nur anerkennen und durch sein verantwortungsbewusstes friedfertiges Handeln beantworten. Andernfalls wenden sich die Kräfte der Natur gegen ihn. Auch dies wird in einer franziskanischen Erzählung, der Legende vom Wolf von Gubbio deutlich.13 Diesen gefährlichen Wolf, Symbol für die mögliche Gewalttätigkeit der Natur und des Menschen, bekehrt Franziskus und bewegt ihn und seine Opfer zur gegenseitigen Haltung der Geschwisterlichkeit zurückzukehren. Im Lauf der Erzählung wird nämlich deutlich, wie die Ursache der Gewalttätigkeit des Wolfes im ungerechten und unsozialen Verhalten der Bürger zu finden ist. Sie haben dem Wolf die notwendige Nahrung und Pflege vorenthalten. Da wendet der Wolf sich gegen sie. Auch diese Legende ist keine romantische Erzählung. Die Lehre, die aus dieser Erzählung gezogen werden sollte, wird deutlich. Wer den Wolf, sei es die Natur oder seien es Mitmenschen, ungerecht und unsozial behandelt und ihm die notwendige Nahrung und Pflege vorenthält muss damit rechnen, dass die Natur oder der Mitmensch sich erhebt und sich negative Kräfte entladen. Nur die Umkehr zu einer gegenseitigen Geschwisterlichkeit kann die Gewalt überwinden. Wir heutige mögen dies für naiv Halten, aber Franziskus und die Erzähler dieser Legenden waren davon überzeugt, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Naturgewalten in einer aufrichtigen Geschwisterlichkeit befriedet werden können.
Diese Geschwisterlichkeit wird nun, am Beispiel des Franziskus, in einigen konkreten Verhaltensweisen praktiziert. So wird erzählt, dass Franziskus den Tieren und anderen Geschöpfen Barmherzigkeit erwiesen habe. Im ursprünglichen lateinischen Text wird der Begriff der ‚Misericordia‘ verwendet und dies meint ein Herz mit demjenigen haben, der in der Misere steckt. Franziskus als menschliches Vorbild hatte folglich ein Herz für die Geschöpfe, die wie auch immer, in der Misere steckten. Nun erzählt Franziskus in seinem Testament selbst, dass sein Ausstieg aus der Welt, seine persönliche Bekehrung, damit begann, dass er sich selbst überwand und den ausgestoßenen Leprösen ‚Misericordia‘, Barmherzigkeit, erwies.14 Die selbe Barmherzigkeit erweist er nun der leidenden Schöpfung. Auch hier scheint die Botschaft wieder klar: die Barmherzigkeit, die Sorge um Menschen in ihrer Armut und die Sorge um die geschundene Natur stehen in einem direkten Zusammenhang. Diesen Zusammenhang bringt ja auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Si eindrücklich zur Sprache. Mit der Barmherzigkeit eng verbunden ist die Sanftmut. Die Sanftmut steht im Gegensatz zur Gewaltsamkeit. Sie ist Behutsamkeit im Umgang. Diese Behutsamkeit sucht an das andere Geschöpf keinen Schaden herankommen zu lassen oder solchen zu beheben. Der franziskanischen Tugendlehre15 unserer Erzählungen entsprechend verbündet sich mit der Barmherzigkeit und der Sanftmut die Ehrfurcht, als Ausdruck des Respektes, der Umsicht und der Friedfertigkeit. Unseren Erzählungen folgend wird folglich die Geschwisterlichkeit aller Geschöpfe durch die Barmherzigkeit, die Sanftmut, die Behutsamkeit, den Respekt, die Umsicht und Friedfertigkeit gefördert. Dies sind die Werte, die sowohl für den sozialen Umgang unter den Menschen als gerade auch für den Umgang mit der Schöpfung unterbreitet werden.
Thomas von Celano, Zeitgenosse, Augenzeuge und erster Biograph von Franziskus, schreibt über ihn, dass er in einer einzigartigen und für andere ungewohnten Weise mit dem scharfen Blick seines Herzens die Geheimnisse der Geschöpfe erfasste und sie daher Bruder und Schwester nannte. So ließ er vom Gottesgeist erfüllt, auch nicht ab, in allen Elementen und Geschöpfen den Schöpfer und Lenker aller Dinge zu verherrlichen, zu loben und zu preisen.16 Der Sonnengesang und die Legenden sind somit alles andere als die Poesie und die frommen Erzählungen eines Romantikers. Diese Texte sind im wahrsten Sinne des Wortes eine Pro-vocation, ein Herausgerufen werden zugunsten eines anderen Lebensmodells. Sonne, Wind, Wasser und die anderen Geschöpfe laden eindringlich ein, sie mit anderen Augen zu sehen und mit einem entsprechend anderen Lebensstil ernst zu machen. Einem Lebensstil, der der Würde des menschlichen Geschöpfes und der Geschwisterlichkeit unter allen Geschöpfen gerecht wird. Poesie und Lehrerzählungen präsentieren Franziskus so in sympathisch eindringlicher Weise als Sprecher der Geschöpfe. Darüber hinaus bilden diese Lehrerzählungen den Rahmen eines Bildungsprogramms, das die von Franziskus initiierte Geschwisterlichkeit der Geschöpfe als das grundlegende Motiv einer Spiritualität der Askese postuliert. Diese Spiritualität der Askese tritt für einen einfachen Lebensstil und den ‚usus pauper‘, den genügsamen Gebrauch der Dinge ein. Einfachheit, Genügsamkeit und die freiwillige franziskanische Armut sind eine gleichnishafte Zurückweisung der Begehrlichkeit.17 Denn es sind die menschliche Habsucht, Habgier und Geldgier, der unersättliche Drang zu Mehr, die verschwenderische Rücksichtslosigkeit und der Wahn der konsumorientierten Wachstumsmodelle, die als die größte Gefahr für die Natur und den Menschen entlarvt werden. Die Askese der Einfachheit und Genügsamkeit unterstützt nicht ein vorherrschendes materialistisches und utilitaristisches Wirtschaftsmodell, das die Ressourcen aufbraucht, sondern orientiert auf das Gemeinwohl hin.18 Jenem Wohl, was sowohl dem Einzelnen als auch der Gemeinschaft dient. Teil dieser Gemeinschaft ist die Schöpfung. Das in Augenschein genommene Wohl hat nicht nur einseitig das Wirtschaftswachstum und Börsengewinne im Blick, sondern ein umfassendes Lebenswohl, zu dem ein Auskommen, ein sicherer Arbeitsplatz und Wohlstand genauso gehören wie Gesundheit, Gemeinschaft und Gemeinsinn. Ebenso hat das Wohlergehen der Schöpfung einen maßgeblichen Anteil am Konzept des Gemeinwohls. Insofern wird der schädliche Einfluss eines starken Anthropozentrismus zugunsten der Einsicht in die Erde als unser gemeinsames ‚Oikos‘, unser gemeinsames Haus, vermieden. Aus einer theologischen Perspektive kommt diesem gemeinsamen Haus der Schöpfung eine herausragende Stellung zu, da die Schöpfung der konkrete Ort ist, in dem sich das Wort Gottes inkarnierte. Es hat dem Johannesevangelium19 folgend das Fleisch dieser Erde angenommen. Die theologische Einsicht des Paulus aufgreifend, der alles auf Jesus Christus hin erschaffen sieht20, wird in der Schöpfung in Analogie der Leib Christi wahrgenommen.21 Damit ist die Schöpfung in ihrer Materialität gleichsam geheiligt. Diese theologische Sichtweise erinnert den Menschen daran in jeder Kreatur eine Dimension der Heiligkeit anzuerkennen. Dies stellt uns immer wieder vor die Frage, was ist uns Menschen heilig, was ist uns im wahrsten Sinne des Wortes etwas wert? Werte, die uns heilig sind, bedürfen der Pflege, der Fürsorge, der Umsicht und des Schutzes. In diesen Tagen stellt sich ja ganz konkret die Frage, was ist uns das Klima wert? Im letzten ist das Klima unser Leben und das der kommenden Generationen wert. In der Natur, die unser Lebensraum ist, den Wert der Heiligkeit anzuerkennen führte die franziskanische Tradition, die vor allem in ihrer Schule von Oxford, an den Naturwissenschaften und an der experimentellen Wissenschaft interessiert war, dazu die Wissenschaft mit der Weisheit zu verbünden.22 Der Weisheit in der Wissenschaft einen Platz einzuräumen meint aus der franziskanischen Perspektive moralische, technische, didaktische und intellektuelle Tugenden ernst zu nehmen.
Als moralische Tugend: die Demut, die Humilitas als Einsicht nicht über den Geschöpfen zu stehen, viel mehr dem Humus der Erde Nahe zu stehen und ein Teil dieses Humus zu sein. Schöpfung kann dann nicht mehr nur als Umwelt betrachtet werden, stattdessen wird sie zur Mitwelt des Menschen.
-Als technische Tugend: die Achtsamkeit, welche die kreative lebensfördernde Anwendung von Verfahrensweisen und Geräten steuert. Die Technik wird nicht als Mittel zur Beherrschung der Natur eingesetzt, sondern als ökologische Dienstleistung. – Als didaktische Tugend: die Subjektorientierung der erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Fragen. Die Natur wird nicht als Objekt der Unterwerfung und Ausbeutung behandelt, viel mehr als Subjekt mit Eigenwert geachtet. – Als intellektuelle Tugend: die Orientierung am ‚Bonum‘, am Guten, an dem, was dem Menschen und der Schöpfung gut tut, zu Gunsten der fruchtbaren Vielfalt des Lebens.
Mit dieser Integrierung der Weisheit in die Wissenschaft wird zugleich eine Systemkritik in eschatologischer Perspektive verbunden. Das Hier und Jetzt des menschlichen Handelns wird alternativ ‚konkurriert‘ in der Ankündigung einer von Gott intendierten besseren Zukunft, die sich in der Gegenwart bereits ansagt und zu einem alternativen Lebensstil und Handeln herausfordert.
Im Blick auf eine solche bessere Zukunft lassen sich aus der franziskanischen Tradition heraus einige Bausteine für mögliche Modelle eines alternativen Umganges mit der Schöpfung ausmachen.
1) Die Pflege des Selbstverständnisses die Erde als Oikos, als unser gemeinsames Haus zu betrachten.23 Den Menschen nicht bloß als Gegenüber einer Umwelt oder gar als Haupt zu verstehen, vielmehr sind wir Mitbewohner eines gemeinsamen Hauses, dass wir mit anderen Kreaturen teilen. Was uns hier auf der Erde umgibt ist folglich mehr als eine uns umgebenden Welt, es ist unsere Mitwelt. In der Auffassung der Welt als Oikos, dem bewohnbaren Haus, gibt es, schon vom griechischen Wortstamm her, zwei wichtige Bereiche die gleichberechtigt und miteinander ins Gleichgewicht gebracht, eine tragfähige und zukunftsträchtige Ausgestaltung des Hauses sicherstellen: die Ökonomie und die Ökologie. In beiden Begriffen steckt der Wortstamm Oikos, Haus. Unser Haus hat nur dann eine Zukunft, wenn die Ökonomie, die Wirtschaft mit der Ökologie, der Mitwelt-verantwortung, zusammengeht. Dieses Selbstverständnis entspricht der franziskanischen Haltung der universalen Geschwisterlichkeit, die auf die naturgegebene ‚Blutsverwandtschaft‘ des Menschen mit allen Geschöpfen verweist. Eine Geschwisterlichkeit, die historisch in der sozialen Ausgestaltung der Gesellschaft, die Zusammengehörigkeit der Ökonomie mit der Ökologie anmahnte und eine universale Rückbindung im ‚Bonum‘ und im Gemeinwohl anstrebte.24 Im Gemeinwohl, dass nicht nur den Vorteil des Menschen, sondern das Wohlergehen des Ganzen anstrebt. Zu diesem Selbstverständnis gehört die Natur als Schöpfung wiederzuentdecken. Die Natur ist nicht einfach die dem Menschen zu Füßen gelegte unbelebte Ressource. Die Natur ist in ihrer eigenen Ästhetik ein Lebewesen, das dem Menschen als Ort des kreativen Gestaltens geschenkt ist. Wir sollten nicht vergessen, dass der Mensch eine Kreatur ist, die für den Fortbestand dieses Planten nicht nötig ist. Aber wir haben für unser Weiterleben diesen Planeten nötig. Diese Welt hat ihre eigene schöpferische Kraft, die der Mensch dankbar annehmen kann, die er aber durch die ausbeuterische Haltung der Aneignung für den eigenen Profit zerstört. Die Natur als Schöpfung anzuerkennen bedeutet sie in ihrer eigenen Würde ernst zu nehmen und ihr mit Respekt zu begegnen.
2) Wenn wir einer den biblischen Texten gerechten Auslegung folgen, dann ist die Stellung des Menschen in der Schöpfung die eines verantwortlichen Mitschöpfers am Kosmos, dessen Aufgabe es ist dies Welt zu ‚bebauen und zu pflegen‘ (Gn 2,15). Aus franziskanischer Gesinnung wird die Verantwortung als Mitschöpfer durch eine schöpferische Askese (Eco-penance) wahrgenommen25, die eine Umkehr und den Ausstieg aus vernichtendem und verschwenderischem Handeln erfordert. Eine schöpferische Askese wird unter anderem durch einen genügsamen Verbrauch und durch einen kreativen umsichtigen Umgang mit der Natur verwirklicht. Zu dieser schöpferischen Askese gehört auch eine kontemplative Dimension des Gewahrseins und des Staunens. Eine solche schöpferische Askese in Verbindung mit einer kontemplativen Wahrnehmung ermöglicht die Wiederentdeckung des Heiligen. Dies bedeutet nicht die Schöpfung zu vergöttlichen, es besagt vielmehr, den Wert der Schöpfung in sich anzuerkennen und zu würdigen und nicht vom Gebrauchswert und vom Nutzen auszugehen.
3) Schließlich tritt die franziskanische Tradition für eine Spiritualität der Liebe ein.26 Eine Spiritualität der befreienden Liebe, die genauso die Schöpfung aus dem Kreislauf der Ausbeutung, der Ausrottung und der Verschmutzung befreien will, so wie sie für die Befreiung des Menschen aus der Knechtschaft und Armut eintritt. Denn, was ich wirklich liebe werde ich nicht Unterdrücken oder Verwahrlosen oder gar Vernichten. Eine Spiritualität der Liebe, die vom Geist der Geschwisterlichkeit, der Fürsorge, des Mitleids und des Umkehrwillens geprägt ist. Eine Spiritualität der Liebe, die sich auch der religiösen Dimension nicht verschließt und aus christlicher Perspektive die Schöpfung als den Leib Christi wahrnimmt. Diese Spiritualität der Liebe wagt die Aufgeschlossenheit sich mit Vertretern aller Religionen, mit allen Menschen guten Willens zusammenzuschließen, um die notwendige Veränderung des Menschen zu beginnen.
Die Förderung eines neuen Menschenbildes bedeutet konsequenterweise einige Wirtschaftsmodelle zu überdenken und zu ändern27:
a) das Wachstumsmodell durch den Einsatz von immer mehr materiellen Gütern um den zügellosen Konsumbedarf zu befriedigen unter Schaffung von künstlichen Bedürfnissen: dies führt zu einem enormen Verbrauch von Ressourcen, verschwendet zu viel Energie und schafft Gleichzeitig Armut; statt dieses Wirtschaftswachstumsmodells, das nur die Produktion und den Konsum in den Blick nimmt ein Wirtschaftsentwicklungs- und Bildungsmodell, das die holistische Lebenswelt in den Blick nimmt;
b) das materialistische und utilitaristisch verbrauchende Wirtschaftsmodell muss durch ein Lebenswertemodell und Qualitätsmodell ersetzt werden;
c) das individualistische und hedonistische Wirtschaftsmodell muss in ein Gemeinschafts- und Sinn orientiertes Modell überführt werden;
d) die Fortschreibung der Bruttoinlandsproduktmessung sollte durch eine ganzheitliche Lebensqualitätsfeststellung, die die Mitwelt berücksichtigt ergänzt werden.
Auch für das persönliche Leben gibt es einiges zu überdenken:
a) Statt Befriedigung der Wünsche ein befrieden der Wünsche;
b) Statt wegwerfen entsorgen und recyceln;
c) Statt frenetisch auswechseln dem Wachsen und Reifen Raum und Zeit ermöglichen;
d) Statt Verschwendung eine Genügsamkeit als Freiheit vom Konsumzwang;
e) Statt Ausnutzung ein sorgsamer Umgang und pflege;
f) Statt Aneignung und Unterwerfung die Bereitschaft zum Teilen und Solidarität mit allen Geschöpfen;
g) Statt Spottpreis und Schnäppchenjagd eine angemessene Bezahlung und Schutz der Ressourcen.
Ich möchte schließen mit einem Vers aus dem Sonnengesang:
7. Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns erhält/erträgt/nährt und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter.
© 2017 JBF, MZF, Bonn
1 Nachricht vom 12. Sept.2017 http://www.heute.de/alexander-gerst-zweifel-an-irdischer-intelligenz-umweltzerstoerung-aus-dem-all-sichtbar-47933894.html.
2Nachricht vom 11.9.2017 http://www.heute.de/florida-nach-irma-pluenderungen-einbrueche-und-34-millionen-ohne-strom-47929192.html.
3Bonaventura, Itinerarium mentis in Deum/Der Weg des Menschen zu Gott, Übersetzt, erläutert und mit einem Nachwort versehen von Dieter Hattrup, Reihe: Edition Europa 2000, Paderborn 2008, I, 15.
4Vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium, Nr. 215, 257; Enzyklika Laudato Si, Nr. 20-42.
5Vgl. Freyer Johannes B., Ökologische, bioethische und sozialkritische Fragen. Zur Wertediskrepanz zeitgenössischer und franziskanischer Ideale, in „Laudato si, mi Signore, per sora nostra matre terra“. Zur Ästhetik und Spiritualität des ‚Sonnengesangs‘ in Musik, Kunst, Religion, Naturwissenschaft, Literatur, Film und Fotografie, Jung-Kaiser Ute, Hg., Peter Lang, Bern 2002, 337 – 351.
6Vgl. Das Buch der Schöpfung lesen: Die Natur zwischen Mystik und Missbrauch. Symposium vom 12.-13. Oktober 2012 im Franziskanerkloster Graz, Grüne Reihe, Vol. 111, Missionszentrale der Franziskaner, Hg., MZF, Bonn 2013; siehe ebenso zum Thema: Missionszentrale der Franziskaner, Hg., Grüne Reihe, Vol. 3, 26, 38, 46, 50, 65, 70.
7Vgl. Testament (Test), 1-3; Drei Gefährtenlegende (3 Gef), 11; Freyer Johannes B., „Und sie müssen sich freuen, wenn sie sich unter unbedeutenden und verachteten Leuten aufhalten“, in Tauwetter. Eine franziskanische Zeitschrift 30/4 (2015) 6-14.
8Fleming John V., An Introduction to the Franciscan Literature of the Middle Ages, Franciscan Herald Press, Chicago 1977; Roest B., A History of Franciscan Education (ca. 1210 – 1517), Education and Society in the Middle Ages and Renaissance, Vol. 11, Brill, Leiden – Boston – Köln 2000.
9Das neuentdeckte Franziskusleben des Thomas von Celano, übers. Lehmann Leonhard – Schneider Johannes, Theologie der Spiritualität. Quellen und Studien, Vol. 9, Dalarun Jacques, Hg., EOS, Sankt Ottilien 2017, Nr. 63, 65.
102 Celano (2C), 165, 166.
11Bonaventura, Großes Franziskusleben (Lm), VIII, 6. 1.
12Leclerc E., Le cantique des créatures ou les symboles de l’union. Une analyse de Saint François d’Assise, Librairie Arthème Fayard, Paris 1970; Doyle Eric, St. Francis and the Song of Brotherhood, George Allen & Unwin Ltd., London 1980.
13Fioretti (Fior) 21.
14Vgl. Test 1-3; Freyer Johannes B., Barmherzigkeit. Eine theologische und praktische Kategorie in der franziskanischen Tradition, in Barmherzigkeit. Was Menschen am tiefsten wünschen und am schwersten geben, Zahner P. – Hopfgartner W., Hg., BoD – Books on Demand, Norderstedt 2015, 35-48.
15Vgl. Pansters Krijn, Franciscan virtue: spiritual growth and the virtues, in Franciscan literature and instruction of the thirteenth century, Brill, Leiden 2012.
16Vgl. 1C 80-81.
17Todeschini Giacomo, Ricchezza Francescana. Dalla povertà volontaria alla società di mercato, il Mulino, Bologna 2004; Bazzichi Oreste, Dall’Economia Civile Francescana all’Economia Capitalistica Moderna. Una via all’umano e al civile dell’economia, Armando Editore, Roma 2015.
18Vgl. Hollenbach David, The Common Good and Christian Ethics, Cambridge University Press, Cambridge 20032.
19Vgl. Joh. 1,1-17.
20Vgl. Kol. 1,15-19.
21Vgl. die Theologie des kosmischen Christus: Maloney George A., The Cosmic Christ: From Paul to Teilhard, Sheed and Ward, New York 1968; Pelikan Jaroslav, Jesus through the centuries : his place in the history of culture, Yale University, New Haven 1985.
22Vgl. Freyer J.B., „Ignorans sum et idiota.“ Francesco d’Assisi: una semplicità vissuta come principio della scienza e della sapienza, in Acta International Congress of the Universities an Research Centres, Roma – Formica – Milano 18-28 Sept. 2001, Secretariatus Generalis Pro Formatione et Studiis, Roma 2002, 55 – 71.
23Vgl. Delio Ilia – Warner Keith Douglass – Wood Pamela, Hg., Care for Creation. A franciscan spirituality of the earth, St. Anthony Messenger Press, Cincinnati 2007, 111-122.
24Vgl. Zamagni Stefano, Globalisation: Guidance from Franciscan Economic Thought and Caritas in Veritate, in Faith & Economics 56 (2010) 81-109.
25Vgl. Delio Ilia – Warner Keith Douglass – Wood Pamela, Hg., Care for Creation, 185-200.
26Vgl. Nairn Thomas A., Ed., The Franciscan Moral Vision. Responding to God’s Love, Franciscan Institute Pubblications, St. Bonaventure NY 2013; Warner Keith D., Knowledge for Love : Franciscan science as the pursuit of wisdom, The Franciscan Heritage series, Vol. 8, Franciscan Institute Pubblications, St. Bonaventure NY 2012.
27Vgl. Freyer Johannes B., Wirtschaft braucht Ethik – Franziskanische Impulse, in Tauwetter. Eine franziskanische Zeitschrift 27/3 (2012) 6-27.