Solidarität ist gefragt!
Dieser Aufruf ist angesichts der Corona-Pandemie aus dem Munde vieler Politiker, Ärzte, Sozialinstitutionen und Kirchen zu hören. Dabei geht es nicht nur um das Maskentragen. Angesichts der wirtschaftlichen Einbrüche ganzer Branchen und vor allem gerade des Mittelstandes ist auch die Ökonomie und der Kapitalmarkt angefragt. Dass es zwischen der Haltung der Solidarität und dem Kapitalmarkt eine enge Verbindung gibt wird geradezu offensichtlich wenn wir nach den etymologischen Wurzeln des Begriffes Solidarität fragen. Die verschiedenen zu Grunde liegenden lateinischen Termini, wie ‚solidum, solidus, in solidum und solidaris‘ legen diesen Zusammenhang frei. ‚Solidum‘ kann Sicherheit, fester Untergrund und ebenso Kapital bedeuten. Solidus meint haltbar, gediegen und dauerhaft. Mit diesem Wort ist aber auch die Goldmünze gemeint. Die Form ‚in solidum‘ bedeutet für die Schuld der Gesamtheit eintreten und zielt auf den Abbau von Schulden. Dieser kurze Exkurs lässt aufscheinen, was der Geld- und Kapitalmarkt mit Solidarität zu tun hat. Solidarität im Blick auf die Ökonomie meint da mit dem vorhandenen Kapital einen festen Untergrund zu garantieren, der Sicherheit bietet und das Geld gediegen einzusetzen, damit eine dauerhafte Zukunft, gediegener Wohlstand und haltbare soziale Maßnahmen gewährleistet werden können. Dazu gehört eben auch der Abbau von Schulden durch sozial angemessene und ausgewogenen Maßnahmen. In diesem Sinne ist jetzt Solidarität gefragt, um den Absturz der Wirtschaft, den Arbeitsplatzverlust, eventuelle Konkurse und wachsende soziale Not abzufedern. Diese Solidarität kann nicht nur auf den Staat, sprich den Steuerzahler, abgeschoben werden. Da stellt sich auch die Frage neu, was, wie und wo investieren wir?
