Klimawandel

„Ihr sagt, Ihr liebt Eure Kinder über alles. Und doch stehlt Ihr vor ihren Augen ihre Zukunft.“ mit diesem markanten Satz an die zum Klimagipfel in Kattowitz versammelten Politiker beflügelte die fünfzehnjährige Schwedin Greta Thunbergs die seit Wochen weltweit wachsende Kampagne „#FridaysForFuture“ mit der Schüler für eine bessere Klimapolitik demonstrierten. Während die Schüler für einen radikalen Wandel protestieren paktieren die Politiker weiterhin in den ausgetretenen Bahnen einer Ökonomie mit Parametern eines utilitaristischen Wirtschafts- und Wachstumsmodells, das selbst eine der vielen Ursachen des Klimawandels ist. Mit ihren Protesten stellen die Jugendlichen die eingefahrene Dogmatik der Wirtschaftslehre bloß. Ein paar Korrekturen reichen nicht mehr aus. Es braucht neue Denkmuster. Dafür gibt es vielfältige Anknüpfungspunkte, die ein holistisches Wachstum der Mitwelt, Mensch und Natur, in den Blick nehmen und nicht nur ein Wirtschaftswachstum, koste es was es wolle, vor Augen haben. Das materialistisch, utilitaristische Verbrauchsmodell der Wegwerfgesellschaft bedarf der Ablösung durch Lebenswerte- und Qualitätsmodelle; darüber hinaus sollte die Fortschreibung der Bruttoinlandsproduktmessung durch eine ganzheitliche Lebensqualitätsfeststellung, die die Mitwelt berücksichtigt ergänzt werden. Neue Parameter des Wirtschaftens kommen erst in den Blick wenn eine wirkliche Kehrtwende, ein Umdenken stattgefunden hat. Das betrifft auch das persönliche Verhalten, wenn z.B. statt eines Spottpreis und der Schnäppchenjagd eine angemessene Bezahlung und der Schutz der Ressourcen mitbedacht wird. Greta Thunbergs scheint da noch Hoffnung zu haben, wenn sie ihre Rede in Kattowitz beendet: „Euch gehen die Entschuldigungen aus. Und uns geht die Zeit aus. Wir sind hierher gekommen, um Euch wissen zu lassen, dass es Veränderungen geben wird. Ob es Euch gefällt oder nicht. Die echte Macht liegt bei den Menschen. Danke.“

Abholzung der Regenwälder