Cross-Thinking

Der Denker

Den Mut zum ‚Cross-Thinking‘ haben

Während des ersten Lockdowns im letzten Frühjahr war der Ruf nach neuen Ansätzen des Wirtschaftens und notwendigen ökonomischen Alternativen in vieler Munde, ob Politiker, Wirtschaftswissenschaftler, Unternehmer oder Banker. Jetzt nach fast einem Jahr scheint diese Einsicht fast verhallt und es sieht aus, als ob es nur noch um ein Zurück zum Vorher und zum Weiter wie immer, zur ‚Normalität‘ des Hauptsache Geschäfte machen zu gehen scheint. Man muss sich fragen: Haben wir aus dieser existenzbedrohenden Krise nichts dazu gelernt? Wo sind die Wirtschaftsweisen, Investoren und Ökonome, die den Mut zum ‚Cross-Thinking‘ haben und neue Modelle des Wirtschaftens und Investierens anstreben und den wahrhaftig nachhaltigen Kapitaleinsatz aus seiner Alibifunktion und dem Nischendasein herausholen? Nein, mit dem ‚Cross-Thinking‘ meine ich nicht die unverantwortlichen Querdenker, die durch Fakenews dem Wohl der Bevölkerung und damit auch der Wirtschaft schaden. ‚Cross-Thinking‘, und übrigens auch das deutsche Wort ‚Querdenken‘, meint, dass durch Kreativität und neue Blickwinkel ein innovativer Prozess angestoßen wird und Ideen, sowie alternative Modelle entwickelt werden. Dazu ist es notwendig gewohnte Bahnen und fest zementierte Wirtschaftstheorien, die sich jetzt eh als schwach erwiesen haben, in Frage zu stellen. Die Zukunft des Umwelt-, Kultur-, und Gesundheitskapitals, sowie die Existenz vieler Unternehmen erfordern jetzt den Mut von ‚Think tanks‘ die angesichts eines allein auf monetären Gewinn ausgerichteten Wirtschaftens querdenken und zukunftsträchtige Modelle zu denken wagen.